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Fernwirksysteme
TR1 M Serie



Systemaufbau

Bei den Geräten der TR1 M Serie handelt es sich um fixe sowie modular aufgebaute Fernwirksysteme in Flachbauweise für die Montage auf Normhutschiene. Insgesamt stehen zwei Steckplätze zur Verfügung, die mit I/O-Modulen aus einer großen Anzahl unterschiedlicher Typen bestückt werden können. Auf dem Gerät befinden sich bereits acht digitale Eingänge, acht digitale Ausgänge, sowie zwei analoge Eingänge. Daraus ergibt sich ein Maximalausbau von 50 Datenpunkten.

 

Kommunikation

Durch den Einsatz modernster Bauteiltechnologie ist es gelungen, die Kommunikationseinheit in eine äußerst kompakte Bauform zu bringen. Hierbei wurden jedoch keine Kompromisse bezüglich hoher Qualitätsanforderungen eingegangen. Der modulare Aufbau ermöglicht die Verwendung einer Vielzahl von Übertragungswegen, wie z.B. WT-Übertragung, Funk, oder Wählverbindungen (Festnetz, GSM) für serielle Protokolle, sowie Ethernet für das Normprotokoll IEC 60870-5-104. Eine nachträgliche Umstellung des Übertragungsverfahrens ist mittels Modultausch jederzeit problemlos möglich.

Ein Höchstmaß an Kommunikationssicherheit und Interoperationalität mit Geräten anderer Hersteller garantiert der Datenaustausch auf Basis folgender Fernwirkprotokolle:
  • IEC 60870-5-101 (serielle Kommunikation mittels WT-Kanal)
  • IEC 60870-5-104 (TCP/IP - basierend)
  • TG 065 / TG 800 (serielle Kommunikation mittels WT-Kanal)


Durch eine Vielzahl unterstützter Feldbusprotokolle (z.B. Profibus FMS/DP, Modbus RTU etc.) ist eine Integration in bestehende Anlagen möglich, mit dem Ziel die dort vorhandenen Prozessdaten der fernwirktechnischen Verarbeitung zugänglich zu machen.

 

Anschlusstechnik

Der Anschluss der I/O Ebene erfolgt über steckbare Schraub- oder Federkraftklemmblöcke, mit steckbarem Systemkabel oder über Flachband auf Schraubklemmenadapter. Signalzustände und Systeminformationen werden durch LEDs auf der Vorderseite des Gehäuses angezeigt.

 

Anschlussübersicht




Für die verschiedenen Ein- und Ausgangssignaltypen stehen eine Vielzahl unterschiedlichster Ein- und Ausgabemodule zur Verfügung.

  • digitale Eingänge:
    • Module mit 8 oder 16 Eingängen
    • für die Erfassung von Meldungen und Zählimpulsen
    • durch Optokoppler galvanisch getrennt
  • digitale Ausgänge:
    • Module mit 8 oder 16 Ausgängen zur Befehlsausgabe
    • wahlweise mit Transistor- oder Relaisausgängen
  • analoge Eingänge:
    • Module mit 4 oder 8 Eingängen
    • für die Erfassung von Messwerten mit einer Auflösung von 10 oder 12 Bit
    • galvanisch getrennt, Spannungen 0...10 V, Ströme von 0...20 mA und 4...20 mA
  • analoge Ausgänge:
    • Module mit 4 Ausgängen
    • für Vorgabewerte mit einer Auflösung von 8 oder 12 Bit
    • galvanisch getrennt, Spannungen von 0...10 V, Ströme von 0...20 mA und 4...20 mA.

 

Automatisierungsfunktion

Das TR1-System kann neben seiner Funktion als Fernwirkunterstation auch als vollwertige SPS eingesetzt werden. Dadurch lassen sich Fernwirk- und Automatisierungsaufgaben bequem und kostengünstig in einem Gerät realisieren. Zur Programmierung der SPS Funktionen steht ein modernes Entwicklungspaket zur Verfügung, welches die gängigen Programmierkonzepte unterstützt (Funktionsplan, Kontaktplan, Anweisungsliste).

 

Parametrierung

Die Parametrierung des TR1-Fernwirksystems erfolgt über ein komfortables Konfigurationsprogramm. Zur Verbindung ist lediglich ein Ethernet- oder USB-Port am Arbeitsplatzrechner oder Laptop erforderlich. Dies ermöglicht eine bequeme Handhabung vor Ort. Die Konfigurationsdaten werden im RAM-Speicher, welcher im Falle eines Stromausfalls von einem wartungsarmen Goldcap für acht Stunden gespeist wird, abgelegt.

 

Umstellung des Fernwirkprotokolls

Da das verwendete Fernwirkprotokoll durch einen einfachen Tausch der Firmware geändert werden kann, ergeben sich große Vorteile bei einem angestrebten Protokollwechsel von den propritären Protokollen TG 065 und TG 800 von Landis+Gyr hin zu den genormten Protokollen IEC 60870-5-101 und IEC 60870-5-104. Vorhandene Stationen können dabei durch das TR1-System schrittweise ersetzt werden, wobei das ursprüngliche Protokoll zunächst beibehalten wird. Ist der Austausch vollständig abgeschlossen, kann anschließend die Komplettumstellung auf das entsprechende Normprotokoll erfolgen.

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