TR GSM S System


Einsatzbereich

Das TR GSM S System dient zur fernwirktechnischen Anbindung von Anlagen, die nicht durch das eigene Kabelnetz oder das
öffentliche Wählnetz erreichbar sind. Der Datenumfang ist für kleine Anwendungen ausgelegt, z.B. die Erfassung von
Kurzschlußanzeigen im Stromversorgungsnetz.



Zentrale



Das TR GSM S System besteht aus einer Zentrale und bis zu 128 Außenstationen, die über das GSM Netz kommunizieren.
Die Zentrale basiert auf einer TR 3 Station, die mit einer 8x20 zeiligen Bedieneinheit ausgerüstet ist.
Diese dient zur Eingabe der Verbindungsparameter zu den Außenstationen, und zur Konfiguration der Verbindung zum Leitsystem.



Kommunikation

Die Anbindung der Zentrale an das Leitsystem ist wahlweise über das Protokoll IEC 870-5-101 oder TG 800 möglich.
Dabei kann sie entweder mittels WT-Kanal an eine bestehende Fernwirklinie angeschlossen werden, oder durch eine
RS232 Schnittstelle im Punkt zu Punkt Betrieb.



Außenstationen



Die Außenstationen sind als Kompaktgeräte in einem Aluminiumgehäuse ausgeführt und können auf Normhutschiene montiert
werden. Sie verfügen über 4 digitale Eingänge, die über Optokoppler galvanisch getrennt sind. Der Anschluss erfolgt über
abziehbare Schraubklemmen, die außen am Gehäuse angebracht sind. Zum Anschluss der Antenne für das GSM Netz ist ein
FME Stecker in robuster Ausführung eingebaut. Handelsübliche Antennen oder Verlängerungskabel können so direkt angeschlossen
werden.

Die Stromversorgung erfolgt über ein 230V Steckernetzteil und ist über einen internen Akkumulatorsatz bei Netzausfall abgesichert.
Der netzunabhängige Betrieb ist, je nach Dauer der Datenverbindungen, für eine Zeit von mindestens 10 Stunden gesichert, in der Regel
jedoch noch deutlich länger. Eine moderne Ladeelektronik sowie Schutz gegen Tiefentladung sind ebenfalls im Gerät enthalten, so dass
eine lange und wartungsfreie Lebensdauer der Akkumulatoren gewährleistet ist.



Funktionsweise

Die Zentrale ruft in einstellbaren Intervallen die Außenstationen an und aktualisiert in ihrem Prozessabbild den Zustand der digitalen
Eingänge. Im Leitsystem werden alle Prozessvariablen der Außenstationen durch die Zentralstation abgebildet.
Änderungen können ohne Einschränkung wie bei einer direkt angeschlossenen Station erfasst und verarbeitet werden.
Wenn es erforderlich ist, kann der Verbindungsaufbau zu einer Außenstation auch gezielt durch den Bediener mittels eines Fernwirkbefehls angestoßen werden.



Wirtschaftlichkeit

Das System nutzt das Flatrate-Angebot der GSM Netz-Provider für die Datenübertragung. Die SIM-Karten der Außenstationen
sind nur für den Anruf freigeschaltet. Die Kontaktaufnahme zur Kommunikation erfolgt dabei ausschließlich vonseiten der Zentrale.
Somit fallen nur für die SIM-Karte der Zentrale Gebühren an.